David Wagner

Der Schriftsteller David Wagner ist der ideale Gast für den Start der zweiten Staffel. Er läuft gern und ausgiebig durch die Gegend. Vor 26 Jahren ist er nach Berlin gezogen und seitdem hat er sich die Stadt quasi erwandert. Und in Büchern wie „Welche Farbe hat Berlin?“ von seinen Streifzügen berichtet. Sein bekanntestes Buch trägt den schlichten Titel „Leben“. Darin geht es um einen jungen, sterbenskranken Mann, der danke eines Spenderorgans weiterleben kann. Eine Erfahrung, die Wagner auch selbst gemacht hat. Für den Roman, der dem Thema auch komische Seiten abgewinnt, hat er 2013 den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Mit Christian Möller ist er durch seinen Kiez um den Rosenthaler Platz gestreift, an einem kalten, klaren Januartag.


Flix

Seine Mutter hat ihm den Spitznamen verpasst, mit dem er bis heute seine Comics unterzeichnet. Flix ist einer der besten deutschen Comic-Autoren. Sein autobiographischer Comic „held“ wurde 2004 mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet. In „Da war mal was…“ setzte er sich mit der deutschen Teilung auseinander. Flix hat Klassiker wie Goethes „Faust I“ und Miguel de Cervantes‘ „Don Quijote“ als Comic adaptiert (und dabei in die Gegenwart verlegt), im Berliner „Tagesspiegel“ den Strip „Schöne Töchter“ gezeichnet und auf seiner Homepage veröffentlicht er Woche für Woche den Webcomic „Heldentage“. Christian Möller ist mit ihm durch Berlin-Mitte spaziert, wo Flix zwölf Jahre lang gewohnt hat. Der Weg führt von der Zionskirche bis zum Comicladen „Grober Unfug“. Es ist Samstagvormittag. Und noch sehr ruhig.