Bedingungsloses Grundeinkommen – Michael Bohmeyer

Michael Bohmeyer | Planet B - Ideen für den Neuanfang

Das bedingungslose Grundeinkommen steht irgendwo am Übergang zwischen Utopie und tatsächlich realisierbarer Politik und wird gerade in letzter Zeit wieder vermehrt diskutiert. Das war nicht immer so. Es war die unermüdliche Arbeit vieler Aktivist*innen und Initiativen, die die Vision auf die Agenda gesetzt haben.

Eine solche Initiative ist „Mein Grundeinkommen“, die Michael Bohmeyer 2014 gestartet hat. Mit einer Crowdfunding-Kampagne finanzierte er schon 400 Leuten ein einjähriges Grundeinkommen von 1000 Euro monatlich. Mein Grundeinkommen hat der Utopie eine Erfahrungstiefe gegeben, die es anfassbar macht. Zusammen mit Claudia Cornelsen hat Michael nun die Erfahrungen seiner Gewinner*innen gesammelt und daraus ein Buch gemacht: Was würdest du tun? Michael wollte von ihm wissen, was sich aus seiner begehbaren Utopie für eine bessere Welt lernen lässt.

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Credits
Musik: unippm
Bild: Christian Stollwerk

3 Kommentare;Bedingungsloses Grundeinkommen – Michael Bohmeyer

  1. hmm Reply

    Ich finde das bedingungslose Grundeinkommen hervorragend!

    @S. Schraegmann: Wenn die Mitarbeiter des überflüssigen jobcenters ihren Job suchen können sie ja mal selbst auf Arbeitssuche gehen oder vom Grundeinkommen leben.

  2. K.Pierst Reply

    Die dargestellte Grundeinkommen Tombola ist nichts weiter als eine PR Aktion für Berliner Startup Hipster.

    Auf 400 Leute wurden Almosen ausgeschüttet? Wow.

    „Verwirkliche dich selbst mit 1000.- im Monat- 12 Monate lang“

    Wie soll man davon Leben? Das klappt vielleicht wenn man schon ein sicheres und regelmäßiges Einkommen hat. Dann kann man sich mal was zusätzlich leisten.

    Das kann doch alles nur ein schlechter Scherz sein und offenbart nichts weiter als den bitterbösen Sarkasmus der diesem realsatirischen PR Gag innewohnt.

    Da läuft es mir kalt den Rücken herunter und ich erschaudere bei der Gedankenwelt die sich hier seitens des Initiators offenbart.

    Meiner Meinung nach ist dieser Beitrag ein Totalausfall.

  3. S. Schraegmann Reply

    Ich musste mich sofort Fragen was dann wohl mit den abertausenden Angestellten des Jobcenter passiert die bisher die 1000 Euro AlgII Auszahlung verwalten.
    Wenn die alle ihren Job verlieren haben wir ein Problem.

    Das Grundeinkommen wie es beschrieben wurde wäre in Konsequenz allerdings nichts anderes als Revolution. Machtverlust für die Privilegierten, bisherige Arbeitsmoral und Identifikation durch Arbeit wird auf ein neues Fundament gestellt und es geht von der Abhängigkeit zur Mündigkeit. Es viel das Stichwort „Einzelgewerkschafter“ und die Umverteilung wurde angesprochen. Das nennt man jetzt Evolution, ja? Das böse R!

    Mir will es zudem auch nicht in den Kopf warum man keine Vermögensgrenze einführen sollte. Damit Wohlabende und Erben das Grundeinkommen als Vermögenssteuer wieder abführen können?

    Viel sinnvoller wäre es ALGII zu reformieren, so das Bedürftige davon gut und in Würde leben können. Gegenüber den Umwälzungen die ein Grundeinkommen nach dem vorgestellten Modell mit sich bringen würde , wäre das ein Klacks. Finanziert mit einer knackigen Erbschaftssteuer. Denn für dieses Geld hat keiner der Empfänger gearbeitet – was der Neiddebatte entgegenwirken könnte.

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